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Heilige Alphonsa
Schwester Alphonsa

Die Selige (d.h. Heilige, s.u. Anm. d. Ü.) Sr. Alphonsa wurde am 19. August 1910 geboren, als viertes Kind von Joseph und Maria Muttathupadath, in der Pfarrei Kudamaloor im Bundesstaat Kerala. Sie wurde am 27. August getauft. Ihr Mädchenname war Anna und ihr Spitzname Annakutty. Ihre Mutter starb drei Monate nach ihrer Geburt.

Annakutty begann ihre Schulzeit in Arpookara und beendete sie in Muttuchira, einer öffentlichen Schule, um ihre Studien ab der vierten Klasse unter der Aufsicht ihrer Tante mütterlicherseits, Annamma Muricken zu absolvieren. Die Tante zog sie besonders liebevoll auf, aber ebenso streng. Ihr Ehrgeiz war, dass das Kind als geachtete Hausfrau erzogen würde, für einen ehrenwerten Bräutigam. Annakutty hatte eine Vision von der Heiligen Thérèse von Lisieux, deren Leben sie inspirierte, eine Ordensfrau zu werden. Deshalb strebte sie nicht nach einem Heiratsangebot. Schließlich, als sie beinahe gezwungen war, kirchlich verlobt zu werden, entzog sie sich dessen, um freiwillig ihren Fuß in einem Aschehaufen glühender Schoten zu verbrennen. Gegen solch entschlossenen Widerstand unterwarf sich die Tante ihrem Wunsch und erlaubte ihr, in ein Kloster zu gehen.

Annakutty schloss sich am Pfingstfest 1927 dem Clarissinenkloster in Bharananganam an. Sie erhielt am 2. August 1928 mit dem Namen Alphonsa als Postulantin ihren Schleier. Ihre Einkleidung war am 19. Mai 1930. Später ging sie zur Schule St. Theresa in Chenganacherry für höhere Studien, beim Abschluß widmete sie sich ein Jahr dem Unterrichten in Vakakkad. Schwester Alphonsa begann das Noviziat am 12. August 1935. In dieser Zeit hatte sie einen starken Anfall von Blutungen und man fürchtete, dass sie zurück geschickt werden müsse. Aber am neunten Tag der Novene, die sie und ihre Gemeinschaft beteten, um die Fürsprache von P. Kuriakose Elias Chavera zu erlangen, wurde sie auf wundersame Weise geheilt. Sie beendete das Noviziat und legte am 12. August 1936 bei der feierlichen Profess ihre religiösen Gelübde ab.

Sr. Alphonsa hatte wiederholt Anfälle von Krankheiten und Schmerzen. Sie lag auf einem Bett wie auf einem Thron, hin und her gerissen und gepeinigt von quälenden Schmerzen und anhaltender Seelenqual. Doch sie freute sich im Herrn und verherrlichte Ihn. Sie verlangte danach, sogar noch mehr zu leiden, zu ihrer eigenen Heiligung und der der Welt.

Ständig riet sie ihren Mitschwestern und Novizinnen, Leiden froh anzunehmen und führte die Bibelverse von dem Weizenkorn an, das auf den Boden fallen und vergehen muss, damit neue hervor sprießen können; es muss gemahlen werden, damit es zu Hostien gewandelt werden kann, wie der Leib unseres Herrn.

Ihr Tod (28. Juli 1946) war von der Öffentlichkeit unbeachtet geblieben. Die Beerdigung war einfach und spärlich besucht. Aber bald erhielten die Schulkinder, die sie liebten, durch ihre Fürbitte reiche Gunst. Ihr Grab in Bharananganam wurde zu einem großen Wallfahrtszentrum, indem es Menschen von nah und fern anzog.

S.E. Kardinal Tisserant leitete den Diözesanprozess für ihre Seligsprechung am 2. Dezember 1953 ein. Die langen Diözesan- und darauf folgenden apostolischen Prozesse trugen Früchte, als am 9. November 1984 der Heilige Vater offiziell erklärte, dass sie heroisch die christlichen Tugenden ausgeübt hatte. Ein Wunder, das durch ihre Fürsprache bewirkt worden war, wurde auch formell am 6. Juli 1985 vom Papst bestätigt.

Der Vorsehung hat es gefallen, dieser Generation die Gnade zu verleihen, dass sie erlebt, wie eine Tochter dieses Landes, ein Same der alten christlichen Gemeinschaft von Kerala und Indien in ihrer Heimat durch den Obersten Hohenpriester bei seinem Besuch in diesem auserwählten Land selig gesprochen wurde (8. Februar 1986). (Quelle: aus der Zeit als sie noch seliggesprochen war: http://www.alphonsa.net/Blessed.htm).

Sr. Alphonsa wurde am 12. Oktober 2008 von Papst Benedikt XVI. in Rom heilig gesprochen.